Unser „MakerSpace“ - ein neuer Weg des Medienzentrums Offenbach

Im Jahr 2022 wurde am Medienzentrum Offenbach mit der Einrichtung eines MakerSpaces begonnen. Ziel ist die Schaffung eines Raumes in welchem Lehrkräfte Kompetenzen im Bereich der Maker-Education erwerben können, um im Anschluss die Möglichkeit zu haben, gemeinsam mit den Schüler*innen projekt- und problemorientiert zu arbeiten. Hierzu werden Workshops angeboten, um die neusten Technologien zu erfahren und so den Maker-Ansatz in den Unterrichtsalltag zu tragen. Der MakerSpace des MZO orientiert sich hierbei an den folgenden drei Säulen: 

 




Es werden Module angeboten, um Lehrpersonen mit Grundkompetenzen im Making vertraut zu machen. Sie lernen hierbei die verschiedene bereitgestellte Hard- und Software und deren Verwendung kennen. Im Anschluss können dann Projekte mit offenen Aufgabenstellungen mit Schulklassen in reduzierter Größe durchgeführt werden.

Das Medienzentrum Offenbach unterstützt sowohl in der Durchführung der Projekte als auch in der Integration des Making-Konzeptes im Schulalltag. Es werden hierfür Materialien, Geräte und Expertise den Schulen und Lehrkräften zur Verfügung gestellt. 



Maker Education...

… basiert auf praktischem, kreativem Lernen durch das Schaffen, Entwerfen und Bauen von Objekten, um Fähigkeiten wie Kreativität, Problemlösung und Teamarbeit zu fördern.

Nach der konstruktivistischen Lerntheorie sind die Lernenden in einem MakerSpace aktive Teilnehmer in ihrem eigenen Bildungsprozess. Sie haben die Möglichkeit durch direkte Interaktion mit Materialien, Technologien und Werkzeugen Wissen und Kompetenzen zu erwerben. Sie bringen hierbei ihr Vorwissen und ihre Erfahrung mit ein, um so individuell relevante Projekte zu gestalten.

Im Fokus steht somit das praktische handlungsorientierte Lernen. Dieses erstreckt sich vom handwerklichen Arbeiten bis hin zur digitalen Fertigung. Hierbei gilt es, Lösungen für auftretende Probleme zu finden, und so kritisches Denken, Problemlösungskompetenzen sowie Kreativität zu fördern.

In einem MakerSpace arbeiten Schüler*innen gemeinsam an Projekten, tauschen Ideen aus und lernen voneinander. Diese kommunikative und kollaborative Lernumgebung wird durch den MakerSpace gefördert. 

"Fehler als Lernchance"

Das projektorientierte Lernen erfolgt niemals linear. Probleme treten auf, Fehler bei der Konzeption führen in eine Sackgasse und es muss erneut begonnen werden. Grundsätzlich ist ein MakerSpace ein Ermöglichungsraum in welchem Fehler gemacht werden dürfen und können, um so gemeinsam daran zu lernen.

 

Fazit: In der Maker Education werden die Prinzipien des Konstruktivismus durch das Schaffen, Experimentieren und Erkunden in einer praxisorientierten Umgebung umgesetzt.



Raumkonzept

Ein Makerspace ist weit mehr als ein einfacher Raum; er verkörpert eine vielfältige und dynamische Umgebung, die Kreativität, Innovation und Lernen fördert.

Unser Raum-Konzept für den Makerspace wurde sorgfältig gestaltet, um diesen Zielen gerecht zu werden. Die Konzeptionierung des Raumes orientiert sich auch an den geplanten Fortbildungen. Daher gibt es sowohl erhöhte Arbeitsplätze für die Einzelarbeit als auch klappbare Freiformtische die als Kollaborations- und Kommunikationszentrum aufgebaut werden können. Dadurch kann ein Bereich für Team- und Zusammenarbeit geschaffen werden, in welchem sich Schüler*innen gemeinsam Ideen austauschen und Konzepte entwickeln. Die ausgearbeiteten Ideen können am kapazitiven Display direkt visualisiert werden.

Die meisten Möbel sind mobil, um eine größere Variabilität zu erreichen. Je nach den Anforderungen verschiedener Projekte und Aktivitäten kann somit der Raum durch die rollbaren Tische, modularen Möbel, flexiblen Arbeitsflächen und Stauraum für Materialien angepasst werden.

Der Raum eines MakerSpaces sollte darauf abzielen, eine inspirierende und kreative Umgebung zu schaffen.

Im Sinne des Making-Konzeptes wird diese Raumgestaltung im Laufe der Zeit weiter Form annehmen und auch durch die Durchführung verschiedenster Projekte immer weiter Gestalt gewinnen. 



Ausstattung

Der MakerSpace bietet Zugang zu einer Vielzahl modernster Werkzeuge und Technologien.

Im MakerSpace des MZO stehen Werkzeuge, Maschinen und Technologien zur Verfügung, um Schüler*innen sowie Lehrer*innen die Möglichkeit zu bieten sich mit relevanten Fähigkeiten in einer zunehmend digitalisierten Welt auszustatten.

Neben Handwerkzeugen ist der MakerSpace im MZO mit Maschinen zur digitalen Fabrikation ausgestattet. Dieser Begriff bezieht sich auf Fertigungsprozesse, bei denen Maschinen mithilfe von digitalen Daten gesteuert werden. Hierunter zählen 3D-Drucker, Lasercutter, Schneidplotter, CNC-Fräse sowie computergestützte Stickmaschinen.

Zusätzlich zur Konstruktion und Fertigung bildet die Robotik und das Coding eine weitere Säule. Hier stehen Mikrocontroller wie der Arduino aber auch vorgefertigte Sets wie Senseboxen, Lego Spike oder Roboter wie die Makeblock mBots zur Verfügung. 
Die Auswahl der Ausstattung orientiert sich zum einen am derzeitigen Industriestandard aber auch am privaten Bereich. Neben dem Einsatz der digitalen Fertigung, beispielsweise in der Produktentwicklung durch Rapid Prototyping oder die Nutzung von Robotern zur Steigerung der Effizienz, werden die entsprechenden Geräte immer kostengünstiger und können daher vermehrt auch in Schulen eingesetzt werden.



Unser "Maker-Team":

Michaela Steib
Sticken und Plotten

Katrin Becker
Robotik

Martin Bielinski
LaserCutten

Tobias Gelz
3D Druck + Fräsen






Hier der Trailer zu einem Film der MedienLB zum Sticken, der in unserem MakerSpace gedreht worden ist: Sticken mit der Stickmaschine